Was viele nicht wissen, wenn sie mit Profit First® starten:
Es kann am Anfang ein bisschen unbequem werden.
Nicht, weil die Methode kompliziert wäre, im Gegenteil. Die Grundidee ist erstaunlich einfach und diese Einfachheit macht Profit First® so stark.
Aber sie bringt auch Klarheit und die ist nicht immer bequem.
Denn plötzlich zeigt sich, was vorher oft angenehm verschwommen bleiben durfte. Auf einmal ist nicht mehr der gesamte Kontostand „verfügbares Geld“. Auf einmal wird sichtbar, welcher Teil eigentlich für Steuern gedacht ist, welcher für Gewinn reserviert werden sollte, welcher dem Unternehmer selbst zusteht und welcher Betrag tatsächlich für Kosten übrig bleibt.
Das kann im ersten Moment ernüchternd sein und manchmal sogar ein bisschen unangenehm.
Denn Profit First® zeigt nicht nur, wie Geld im Unternehmen fließt. Es zeigt auch, welche Gewohnheiten sich rund um Geld eingeschlichen haben.
Der eigene Lohn wird verschoben. Rücklagen werden später aufgebaut. Gewinn entsteht irgendwann, wenn noch etwas übrig bleibt. Kosten passen sich oft nicht an das an, was wirtschaftlich sinnvoll wäre, sondern an das, was gerade noch auf dem Konto liegt.
Genau hier beginnt die eigentliche Veränderung.
Bei einer ehrlichen Frage: Was ist von Deinem Geld wirklich verfügbar?
Der Kontostand erzählt nicht die ganze Geschichte
Viele kleine Unternehmer führen ihr Unternehmen mit dem sehr vertrauten Gefühl, dass es schon irgendwie geht.
Mal ist es eng, dann kommt wieder Geld rein. Mal wird etwas verschoben, dann wird wieder improvisiert. Solange noch Geld auf dem Konto liegt, fühlt es sich zumindest so an, als wäre noch Spielraum da.
Aber Profit First® beendet diese Unschärfe ziemlich schnell.
Denn Geld wird nicht mehr als eine große Summe betrachtet, aus der irgendwie alles bezahlt werden soll.
Es bekommt feste Aufgaben.
Ein Teil ist für Gewinn vorgesehen.
Ein Teil für Steuern.
Ein Teil für den Unternehmerlohn.
Und nur ein Teil ist wirklich für laufende Kosten verfügbar.
Das ist im ersten Moment nicht immer angenehm, weil plötzlich sichtbar wird, wie viel Geld tatsächlich für Ausgaben übrig bleibt, wenn das Unternehmen nicht länger so tut, als wären Gewinn, Steuern und der eigene Lohn optionale Extras.
Aber genau das ist der Punkt. Es geht darum, endlich klarer zu sehen.
Denn erst wenn sichtbar wird, wofür Geld wirklich verfügbar ist, können finanzielle Entscheidungen ehrlicher getroffen werden.
Dein eigener Lohn ist kein Restposten
Gerade kleine Unternehmer sind erstaunlich gut darin, alle anderen zuerst zu bezahlen.
Lieferanten, Softwareanbieter, Mitarbeiter, Dienstleister, Vermieter und natürlich das Finanzamt bekommen ihren Platz. Nur bei sich selbst sind sie geduldig.
Der eigene Lohn wird verschoben, gekürzt oder ganz ausgesetzt, weil es gerade nicht anders geht. Und manchmal stimmt das auch. Es gibt Phasen, in denen es tatsächlich eng ist und Entscheidungen abgewogen werden müssen.
Aber wenn „vorübergehend“ zum Dauerzustand wird, ist das kein Zeichen von unternehmerischer Stärke, es ist ein Warnsignal.
Profit First® macht den Unternehmerlohn zu einem festen Bestandteil des Systems. Nicht irgendwann später oder nur, wenn zufällig etwas übrig bleibt, sondern von Anfang an.
Das fühlt sich für viele am Anfang ungewohnt an, manchmal fast frech. Als würde man sich etwas nehmen, das man sich erst noch verdienen müsste.
Dabei ist der eigene Lohn keine private Laune, sondern ein wichtiger Hinweis darauf, ob das Unternehmen überhaupt tragfähig ist.
Ein Unternehmen, das dauerhaft nur funktioniert, wenn der Unternehmer selbst zu kurz kommt, ist nicht wirklich gesund.
Es ist nur gut darin, seine Schwäche zu verstecken.
„Später“ ist kein Finanzplan
Die meisten Unternehmen werden nicht durch eine einzige große Fehlentscheidung instabil, sondern durch viele kleine Verschiebungen, die im Moment jeweils vernünftig wirken.
Nur dieses eine Mal greifen wir die Rücklage an. Nur diesen Monat zahlen wir den Unternehmerlohn später aus. Nur bis der nächste Auftrag reinkommt. Nur bis es wieder ruhiger wird.
Das Problem ist: „Später“ ist selten ein guter Finanzberater.
Profit First® nimmt diesem „später“ ein Stück weit die Macht, weil Geld direkt zugeordnet wird. Was für Steuern vorgesehen ist, liegt nicht mehr scheinbar frei herum. Was Gewinn ist, wird nicht erst am Ende gesucht. Und was für den Unternehmerlohn gedacht ist, muss nicht jedes Mal neu verhandelt werden.
Das kann sich am Anfang eng anfühlen.
Aber manchmal fühlt sich Klarheit genau deshalb eng an, weil sie die alten Ausweichwege sichtbar macht.
Ein Prozent ist nicht lächerlich
Viele Unternehmer wollen, wenn sie etwas verändern, am liebsten sofort alles richtig machen.
Wenn schon Profit First®, dann richtig. Wenn schon Gewinn, dann bitte spürbar. Wenn schon neues System, dann ab Montag perfekt.
Das klingt entschlossen, führt aber oft direkt in die Überforderung.
Profit First® funktioniert nicht deshalb, weil am ersten Tag alles radikal verändert wird. Die Methode funktioniert, weil eine neue Gewohnheit aufgebaut wird. Und eine neue Gewohnheit darf klein beginnen.
Ein Prozent Gewinn wirkt vielleicht unspektakulär oder fast zu klein.
Aber ein Prozent, das konsequent beiseite gelegt wird, ist mehr wert als ein großer Plan, der nach zwei Wochen wieder aufgegeben wird.
Denn Profit First® verändert nicht zuerst die Höhe des Betrags.
Es verändert die Reihenfolge.
Und diese Reihenfolge verändert mit der Zeit das Verhalten.
Deine alten Muster kommen mit
Profit First® ist keine magische Persönlichkeitsveränderung.
Schade eigentlich.
Es wird nicht plötzlich dafür sorgen, dass alte Gewohnheiten verschwinden, nur weil neue Konten eröffnet wurden.
Wenn Geld knapp wird, tauchen vertraute Muster wieder auf. Der Impuls, doch schnell Geld vom Steuerkonto zu nehmen. Der Gedanke, dass es dieses eine Mal schon nicht so schlimm sein wird. Die Versuchung, eine Regel zu brechen, weil gerade alles dringend wirkt.
Das ist normal.
Und genau deshalb ist es wichtig, Profit First® nicht als starres Regelwerk zu verstehen, sondern als System, das diese Muster sichtbar macht.
Es zeigt, wo Du ausweichst. Es zeigt, wo Du Dich selbst zuletzt einplanst. Es zeigt, wann Dein Unternehmen mehr kostet, als es eigentlich tragen kann. Und es zeigt, wann Geld scheinbar verfügbar wirkt, obwohl es längst eine Aufgabe hat.
Das ist nicht immer angenehm, aber wertvoll.
Denn was sichtbar wird, kann verändert, oder sogar bewusst genutzt werden.
Warum genau diese Unbequemlichkeit ein Vorteil ist
Profit First® arbeitet mit dem Verhalten, das ohnehin schon da ist.
Die Methode nutzt den Blick auf den Kontostand. Sie nutzt einfache, sichtbare Grenzen. Sie nutzt Gewohnheiten, statt permanent gegen sie anzukämpfen.
Genau aus diesem Grund kann sie so wirkungsvoll sein.
Ja, Profit First® kann am Anfang unbequem sein. Es kann zeigen, dass weniger frei verfügbar ist, als man dachte. Es kann sichtbar machen, dass der eigene Lohn zu lange verschoben wurde. Es kann alte Ausreden stören und lieb gewonnene Improvisationen ungemütlich machen.
Aber vielleicht ist genau das der Punkt.
Denn ein System, das nur angenehm ist, aber nichts verändert, hilft am Ende wenig.
Profit First® ist ehrlich und für viele kleine Unternehmer ist genau diese Ehrlichkeit der erste Schritt zu einem Unternehmen, das nicht nur irgendwie funktioniert, sondern wirklich gesünder wird.
