Gerade jetzt, Anfang Januar, wenn das neue Jahr frisch beginnt und der Lärm der Feiertage langsam abklingt, entsteht oft dieser besondere Moment: Die Welt scheint kurz durchzuatmen. Die Termine sind noch überschaubar, der Kalender noch nicht überfüllt – und in dieser Ruhe hören wir uns selbst wieder klarer denken.
Für mich ist das der perfekte Zeitpunkt, um innezuhalten. Nicht um Ziele zu jagen oder Zahlen zu analysieren, sondern um mich zu fragen: Was zählt wirklich? Was sind meine Werte?
Denn genau die sind es, die dich tragen – nicht nur durch dein Business, sondern durch dein ganzes Leben. Sie sind dein inneres Navigationssystem.
Viel zu oft verlieren wir sie aus dem Blick. Monatelang sind wir im Machen-Modus:
Wir wachsen, wir optimieren und kämpfen.
Aber manchmal ist der stärkste Schritt vorwärts kein Sprint, sondern ein bewusstes Zurücklehnen.
Sag dir selbst Danke
Klingt seltsam? Mag sein.
Aber frag dich mal ehrlich: Wann hast du dir zuletzt bewusst für dein eigenes Durchhalten gedankt?
Ich meine nicht die großen Erfolge oder die Höhepunkte, die du auf Social Media teilst.
Ich spreche von den kleinen Dingen. Den Gewohnheiten, die du gepflegt hast, obwohl keiner hinsah. Die Tage, an denen du aufgestanden bist, obwohl du müde warst. Den Entscheidungen, bei denen du kurzfristig verzichtest, aber langfristig gewinnst. Den Momenten, in denen du einfach weitergemacht hast, obwohl aufgeben leichter gewesen wäre.
Wir Menschen sind darauf programmiert, das Negative zu sehen, Fehler zu analysieren oder Versäumtes zu bedauern. Aber selten würdigen wir all die Mikroentscheidungen, die uns tatsächlich weitergebracht haben.
Und doch sind sie es, die den Unterschied machen. Sie verdienen Anerkennung. Denn mit jeder bewussten Wertschätzung verstärkst du dein Verhalten und du baust Momentum auf.
Ein stärkeres „Du“ bedeutet am Ende ein stärkeres Unternehmen.
Sag deinem Team Danke
Hast du dir selbst Wertschätzung geschenkt, dann schau als Nächstes auf dein Team. Die Menschen, die dein Unternehmen überhaupt möglich machen. Ob 50 Mitarbeitende, ein paar Freelancer oder eine Assistentin. Sie alle tragen deinen Erfolg jeden Tag mit.
Sie lösen Probleme, bevor du sie bemerkst. Fangen Fehler ab, bevor sie Kunden erreichen. Bringen Energie, wenn dir selbst die Kraft fehlt, und sie investieren Zeit, Talent und Herzblut in etwas, das du erschaffen hast.
Das ist alles andere als selbstverständlich.
Ich habe mehrere Unternehmen aufgebaut und umstrukturiert, und dabei habe ich immer wieder dieselbe Erkenntnis gewonnen: Das Engagement deines Teams ist dein größter Erfolgsfaktor. Nicht dein Marketing oder deine Systeme. Ja, nicht einmal dein Produkt.
Unternehmen stehen und fallen mit den Menschen, die sie tragen.
Also sag ihnen Danke. Nicht mit Floskeln oder in einer Rundmail. Sag es ihnen ehrlich, direkt und vor allem persönlich.
Menschen erwarten keine Perfektion, aber sie benötigen Anerkennung. Wer sich gesehen fühlt, gibt sein Bestes. Dankbarkeit schafft Loyalität und Loyalität bringt Stabilität.
Und nichts kann wachsen ohne Stabilität.
Bedanke dich bei deinen Kunden, weil sie sich für dich entschieden haben
Und dann gibt es noch die Gruppe, der meistens als letztes gedankt wird, die aber wahrscheinlich als erstes Dank verdient hätte: deine Kunden.
Sie hatten Alternativen. Sie hatten günstigere, größere und glänzendere Optionen, und trotzdem haben sie dir ihr Vertrauen geschenkt. Nicht nur das, auch ihr Geld, ihre Zeit, manchmal sogar ihre Unsicherheiten.
Jeder Auftrag ist ein Vertrauensvotum, jede Verlängerung ein Beweis und jede Weiterempfehlung, ein Applaus.
Deine Kunden sind keine Vorgänge, sie sind Beziehungen, und Beziehungen wachsen durch Wertschätzung.
Wenn du auch deinen Kunden persönlich Danke sagst, stärkst du genau dieses Band. Du zeigst ihnen, warum sie sich richtig entschieden haben.
Sei ehrlich und zeig ihnen, dass sie dir wichtig sind, denn das sind sie.
Deine Werte sind nicht nur persönlich, sie sind dein Wettbewerbsvorteil
Hier ist das eigentliche Geheimnis: Dankbarkeit ist keine Wohlfühlfloskel, sie ist eine Business-Strategie.
In chaotischen Zeiten gibt dir Dankbarkeit Halt. In unsicheren Zeiten verdeutlicht Dankbarkeit deine Prioritäten. In Zeiten des Wachstums schützt dich Dankbarkeit davor, dich selbst zu verlieren.
Deine Werte zeigen dir die Richtung und Dankbarkeit hält dich auf Kurs. Sie schärft deinen Fokus, macht dich klarer und führungsstark.
Und genau daraus entsteht ein Unternehmen, das nicht zufällig wächst, sondern mit Absicht.
Dein Reset zum Jahresanfang heißt Dankbarkeit
Der Jahresbeginn ist ein besonderer Moment. Das neue Jahr ist noch jung, vieles fühlt sich offen an, noch nicht festgelegt. Genau jetzt lohnt es sich, kurz innezuhalten, bevor der Alltag wieder Fahrt aufnimmt.
Nimm dir bewusst Zeit, um zurückzuschauen. Nicht mit dem Blick auf das, was gefehlt hat, sondern auf das, was da war. Auf das, was wichtig war. Auf das, was du geschafft hast. Auf das, was du aufgebaut hast, oft leise, Schritt für Schritt.
Bedanke dich bei den Menschen, die dein Jahr möglich gemacht haben. Bei deinem Team. Bei deinen Kunden. Und auch bei dir selbst. Dafür, dass du drangeblieben bist. Dafür, dass du Herausforderungen angenommen hast, für die du dich anfangs vielleicht nicht bereit gefühlt hast.
Der Jahreswechsel ist vieles gewesen: laut und leise zugleich, emotional, fordernd, manchmal auch schön. Und er ist vor allem eines: ein Übergang. Ein Moment, der daran erinnert, dass Erfolg nicht nur aus Zahlen, Ergebnissen oder Meilensteinen besteht.
Er entsteht aus Bedeutung und Bedeutung wächst aus Dankbarkeit.
Also atme kurz durch, nimm Tempo raus und sag bewusst Danke. Ehrlich, großzügig und nicht nur einmal.
Das ist einer der stärksten Wege, um das vergangene Jahr innerlich abzuschließen und dem neuen mit Klarheit und Ruhe zu begegnen.
Ich bin dankbar für dich.
Danke, dass ich dich auf deinem Weg begleiten darf.
– Mike
