Wie gesund ist Dein Unternehmen?

Aus dem Nebel – ein neuer Tag!

 

Vor etwa zwei Wochen warst Du Zeuge, als das Frühwarnsystem von Profit First mir die finanziellen Grenzen meines Unternehmens aufgezeigt und mir klargemacht hat, dass es Zeit wird, sich wieder mehr auf das operative Geschäft zu konzentrieren. Du hast miterlebt, wie hart diese Erkenntnis mich zunächst getroffen hat und wie ich anschließend trotzdem verstanden habe, wofür diese Erfahrung gut war und dass „mit dem Rücken zur Wand“ keineswegs gleichbedeutend ist mit „am Ende“. Es geht mir gut 🙂

Dieser sehr persönliche Blogpost hat in meiner Welt ziemliche Wellen geschlagen. Als ich ihn schrieb (offen gestanden hatte ich ihn direkt aus meinem Herzen in mein Smartphone getippt), war mein vorherrschender Gedanke: „Wenn ich schon hier durch muss, dann soll meine Erfahrung wenigstens auch Anderen einen Nutzen bringen.“

Es ist mir wichtig, Dir Mut zu machen, Dich Deiner finanziellen Wahrheit zu stellen. Es gibt nichts daran, wofür wir uns schämen müssten. Wir sind Unternehmer, wir machen Erfahrungen und wir lernen daraus. Manchmal macht es Spaß, manchmal nicht so sehr. Ein völlig natürlicher Prozess. Wichtig ist nur, dass wir aufstehen, den Staub abschütteln, unser Ziel wieder ins Auge fassen und mutig weitergehen.

Ich habe inzwischen unglaublich viel und vor allem unglaublich positives Feedback zu diesem Blogpost erhalten. Ich war und bin noch immer ganz aus dem Häuschen, wie sehr Ihr bei mir wart und Euch auch abgeholt gefühlt habt. Dafür danke ich Euch von ganzem Herzen, denn damit macht Ihr wiederum mir Mut. Ehrlich gesagt, hatte ich nämlich direkt nach dem „Veröffentlichen“-Button kurz Sorgen, ob meine Offenheit vielleicht meiner Glaubwürdigkeit als Berater und Coach schaden könnte. Doch wie es aussieht, ist das Gegenteil der Fall 🙂

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: „Wie geht es weiter? Was mache ich aus dieser Erkenntnis? Wie stelle ich mich jetzt auf und starte neu durch?“

Auch auf diesen Weg möchte ich Dich gerne mitnehmen, wenn Du magst. Denn ich wünsche mir, die Sorgen um die Unternehmensfinanzen endlich einmal aus der gesellschaftlichen „Schmuddel-Ecke“ herauszuholen. Es ist nichts Peinliches oder Schlimmes oder Schamhaftes daran, als Selbständiger oder kleiner oder mittelständischer Unternehmer mit seinen Finanzen zu kämpfen. In Wahrheit leben über 80% dieser Unternehmer buchstäblich von der Hand in den Mund.

Nur sind wir eben so konditioniert, dass wir nicht darüber sprechen. Mal ehrlich, wenn wir andere Unternehmer treffen, dann geht es doch immer nur darum, wie viel Umsatz wir heuer machen, welche tollen Kunden wir an Land gezogen haben und wie sehr wir gerade mal wieder „im Stress“ sind.

Niemand will dort hören, ob Dein Unternehmen unter dem Strich gesund ist, ob Du Deine Rechnungen bezahlen kannst, ob Du selbst ein angemessenes Gehalt bekommst, wann Du zuletzt frei hattest oder ob Du nachts schweißgebadet hochfährst, weil der Gehaltslauf und/oder die Miete vor der Tür stehen.

Warum ist das so? Weil alle anderen finanziell so gut dastehen? Weil sie es drauf haben und Du nicht?

Ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Wir sprechen deshalb nicht gerne über finanziellen Treibsand, weil wir alle mit den gleichen Dämonen kämpfen – und weil kaum einer von uns bisher wirklich eine handliche Lösung dafür gefunden hat. Und deshalb wissen wir oft auch nicht, wie wir damit umgehen sollen, wenn wir mit dem Thema konfrontiert sind und weichen schnell aus.

Ein bizarres Spiel, in dem ursprünglich leidenschaftliche und ambitionierte Unternehmer versuchen, mit hohem Einsatz – oft auch noch mit fremdem Geld – eine Fassade zu erhalten, die sie, ihre Leidenschaft und ihre Ambitionen langsam aber sicher erstickt.

Ich habe keine Lust auf dieses „schneller, höher, weiter“-Spiel. Und keine Zeit. Und keine Geduld. Ich habe große Ziele. Ich bin raus! 

Ich will ein neues Spiel spielen. Es heißt:

Wie gesund ist Dein Unternehmen?
Wie gut sorgt es für Dich?
Wie gesund bist Du?
Wie sehr lebst Du Deine Leidenschaft und Deine Ambitionen?
Wie viel Energie und Lebenslust gibt Dir Dein Unternehmen zurück?

Ich möchte, dass wir – Du und ich – uns gemeinsam diesen Fragen und unseren finanziellen Dämonen stellen. Dass wir nach Gewinn fragen, statt nach Umsatz und nach Sinn, statt nach Größe. Dass wir Klarheit in unseren Finanzen schaffen, alles ans Licht holen und uns dann unsere Strategie überlegen, wie wir „diese Kuh ein für alle Mal vom Eis holen“.


 

Jetzt Du:

  • Welches Spiel spielst Du gerade? Welches möchtest Du spielen?
  • Sorgt Dein Unternehmen gut für Dich? Verdient es Deinen Lebensunterhalt?
  • Oder sparst Du Dir die Betriebsausgaben vom Munde – also von Deinem angemessenen Gehalt und Gewinn – ab?
  • Fühlt sich dein Unternehmerleben nach Sinn an? Wie viel Kraft und Energie gibt es Dir?
  • Bist Du bereit, Deiner finanziellen Wahrheit ins Gesicht zu sehen?
  • Welche Entscheidungen schiebst Du vielleicht schon eine ganze Weile „auf morgen“?

„Wenn die Entscheidung getroffen ist, sind die Sorgen vorbei.“
(Marcus Tullius Cicero)

Also los! Bist Du dabei? Ich freue mich auf Dein Feedback!

Liebe Grüße, bis bald und geh gut mit Dir um,

Deine Benita

3 Kommentare zu “Wie gesund ist Dein Unternehmen?”

  1. Waltraut

    Diese Themen gehören einfach auf den Tisch. Tasche rein – Tasche raus sind Zahlen, die nie lügen. Wir müssen die Chance erkennen, wie bedeutsam Gesundheit für jeden Unternehmer als Person und als Firma ist. Prävention ist besser als heilen.

    1. Benita Königbauer

      Liebe Waltraut, ich danke Dir für Deine Nachricht! Genau so ist es und ich arbeite intensiv an der Verbreitung von Unternehmerglück durch einen gesunden Selbstwert und damit ein gesundes Unternehmen 🙂 Stay tuned 😉 Liebe Grüße, Benita

  2. Rückverfolgung (Pingback): Trick or treat – Was ein Warnlampenfeuerwerk für Dich tun kann | Einfach Erfolg schaffen

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