Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht…

„Was für eine egozentrische Einstellung!“ So dachte ich jedenfalls, als ich den Satz vor Jahren zum ersten Mal hörte. Etwas in mir schrie förmlich auf und wollte sofort protestieren. Vermutlich ging es Dir gerade ganz ähnlich, als Du diese Überschrift gelesen hast. Sei Dir sicher, ich fühle mit Dir.

Aber lass uns die Sache trotzdem einmal von einem anderen Blickwinkel aus betrachten, ja?

Der Satz kam mir neulich wieder zu Bewusstsein, als ich im Flieger saß und zum gefühlt 100sten Mal das Sicherheitsvideo vor dem Start vorgeführt wurde.

„Attend to yourself first. Then help others.“

Du kennst die Stelle, sie kommt immer dann, wenn sie uns die Benutzung der Sauerstoffmasken erklären. Klare Ansage: Sorge zuerst für Dich selbst, dann hilf anderen Mitreisenden. Klar, logisch, ohne Sauerstoff kommen wir ja auch nicht weit. 100 mal gehört. Kein Aufreger. Und doch ist es beinahe die gleiche Aussage wie in meiner Überschrift.

Woran liegt es also, dass wir die eine Aussage freundlich abnicken und der anderen eine schallende Ohrfeige verpassen möchten?

Ich denke, es ist unsere anerzogene Prägung, dass „an sich selbst denken“ etwas Unanständiges, Unsoziales, fast schon Schmutziges ist. Jedenfalls nichts, was man sich öffentlich auf die Fahne schreibt.

Aber was geschieht denn, wenn ich ganz sozialverträglich nicht an mich denke? Mich nicht um mich kümmere?

Im Grunde bedeutet das doch, ich überlasse es jemand anderem, sich um mich zu kümmern. Einer muss es ja tun! Und wenn der dann nicht wiederum einen anderen findet, der sich um ihn kümmert, erwarte ich dann, dass er die doppelte Verantwortung trägt? Also für sich und für mich? Frei nach dem Motto: den Letzten beißen die Hunde? Klingt für mich nicht gerade fair und sozial …

Erwarten wir tatsächlich von unserem Sitznachbarn im Flieger, dass er erst uns eine Sauerstoffmaske aufsetzt, und dann sich selbst? Während wir dasitzen und ganz sozialverträglich nicht an uns selbst denken? Oder erst jemand anderem eine Maske aufsetzen? Und wenn ja, wem? Und in welcher Reihenfolge bitte? Was für ein Durcheinander! Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte, dass es bei dieser Herangehensweise deutlich weniger „Überlebende“ gäbe, als bei der vom Sicherheitsvideo empfohlenen.

Verzeih mir, ich treibe das Bild hier natürlich auf die Spitze, aber Du siehst, worauf ich hinaus will… 😉

Ich möchte einmal die Frage aufwerfen, warum das „auf der Erde“ und im Alltag anders sein sollte? Offen gestanden, mir ist jeder lieb, der sich gut um sich selbst kümmert. Um den brauchen wir anderen uns schon einmal keine Sorgen zu machen. Oder zumindest weniger.

Konsequent angewendet bedeutet das für mich, dass uns allen mehr Kraft und Focus bleibt, uns um diejenigen zu kümmern, die das aus irgendwelchen Gründen selbst nicht können. Das ist für mich sozialverträglich.

 

Was hat das mit Dir und Profit First zu tun?

Eigentlich klar: wenn Du Dich darauf konzentrierst, dass Dein Unternehmen gut für Dich und Deine Familie sorgt, kannst Du mit all Deiner freien Energie für Andere sorgen. Für Deine Wunschkunden, Deine Mitarbeiter, Deine Freunde, Deine Ideale und Deine sozialen Lieblings-Projekte.

Profit First erwartet von Dir, Dein Wohl in den Vordergrund zu stellen. Nur so kannst Du gewährleisten, dass Deine Leistungen für Dich und alle anderen, die sich auf Dich verlassen, langfristig und zuverlässig abrufbar bleiben.

Dein Gewinn steht in Deinem Unternehmen an erster Stelle. Vor allen anderen Anspruchstellern. Das ist der Kern von Profit First. Sorge gut für Dich selbst und kümmere Dich dann um Andere.

Dein Gewinn ist Dein Sauerstoff. Er ermöglicht Dir zum Beispiel

  • Dir Auszeiten zu nehmen, allein für Dich oder mit Deinen Lieben
  • Deine Kinder aufwachsen zu sehen
  • Dich zu entwickeln und fortzubilden
  • Dein Unternehmen zu erweitern
  • Deine Leistungen zu verbessern
  • Kreative Gedanken zuzulassen
  • Dir Zeit zu nehmen für das, was Dir wichtig ist
  • Rücklagen zu bilden
  • Vorsorge zu treffen
  • Dein Leben zu genießen
  • die Welt zu bewundern
  • Deine Seele baumeln zu lassen
  • andere Menschen zu inspirieren
  • etwas richtig Großes zu schaffen
  • ein Vorbild zu werden
  • Soziale Projekte zu fördern
  • zu ATMEN – und Kräfte zu sammeln, um für Andere da zu sein!

Jeder, der „an sich denkt“ und damit die Verantwortung für sich selbst übernimmt, befreit die anderen davon und setzt Energien frei, die uns allen zu Gute kommen. Das „an sich denken“ ist also völlig o.k., so lange es nicht damit endet und wir uns dann gestärkt und liebevoll um Andere kümmern.

Damit schließt sich auch der Kreis zu meiner provokanten Überschrift und ich finde, so gesehen wohnt dem Satz ein neuer Zauber inne. Du auch?

Hinterlasse mir doch einen Kommentar oder schreib mir ein Mail. Ich bin gespannt auf Deine Meinung 🙂

Viele Grüße, viel Erfolg und denk an Dich

Deine Benita

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